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Nach der sorgfältigen Erhebung der Krankheitsgeschichte
schließt sich eine gründliche neurologische Untersuchung durch den Arzt
an. In Abhängigkeit von den Ergebnissen des körperlichen Befundes sind
dann meist verschiedene Untersuchungen notwendig. Diese können in der
Arztpraxis oder in einer Klinik gemacht werden. Die hier häufigste
Untersuchung der Sehnerven (Schachbrettmusteruntersuchung) wird meist
schon in der Praxis des Neurologen durchgeführt. Die Computertomographie
(CT) ist eine Röntgenschichtuntersuchung und kann eingesetzt werden, um
andere Erkrankungen des Nervensystems auszuschließen.
Eine wesentlich genauere Aussage lässt sich heutzutage jedoch mit Hilfe
der Kernspintomographie treffen (aus dem Englischen stammende, bei uns
ebenfalls gebräuchliche Abkürzung dafür: NMR oder MRT). Anstelle von Röntgenstrahlen
werden hier Magnetfelder verwandt. Eine MS allein aufgrund der
Kernspintomographie mit ausreichender Sicherheit festzustellen, ist aber
nicht möglich.
Nach wie vor ist zur Sicherung einer MS-Diagnose die Untersuchung des
Nervenwassers (Liquors) wichtig. Bestimmte Eiweißkörper weisen auf eine
besondere Form der Entzündung im Zentralnervensystem hin, auch wenn sie
nicht absolut beweisend für MS sind.
Weitere Diagnosen müssen folgen. Hier vor allem die neurologischen
Untersuchungen. Wenn ein Patient zum Beispiel eine Sehstörung entwickelt,
die sich wieder zurückbildet und dann, ein halbes Jahr später eine Gefühlsstörung
im Bein, die sich auch wieder zurückbildet, dann ist eine Mehrzeitigkeit
erkennbar, die für MS typisch ist.
Letzte Klarheit liefert die Überprüfung der evozierten Potenziale, das
bedeutet, ein Test soll zeigen, wie viel Zeit ein Nervenimpuls braucht,
bis er zu seinem Empfänger, also Augen, Arme oder Beine, gelangt.
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